New York City. Ohne Worte.





Mehr Bilder mit mir und von ausgesuchten NYC Wahrzeichen gibt's im Fotoalbum.
Des Moines. Man mag es nicht glauben, aber die verschlafene Hauptstadt Iowas im Herzen des mittleren Westens war um den Jahreswechsel gewissermassen "the place to be". In Des Moines ging das monatelange Ringen um Amerikas Praesidentschaftskandiadaten in die erste Runde. Da ich in in den USA in einem demokratischen Haushalt zuhause bin, konnte ich den Rush auf die Waehlerstimmen hautnah miterleben. Jeden Tag gab es Anrufe von den anfaenglich 8 (!) demokratischen Kandidaten. Hillary kennt man ja. Obama natuerlich auch. Zumindest mittlerweile. Ok, Edwards anyone? Aber was ist mit Biden, Dodd, Gravel, Kucinich und Richardson? Unglaublich. Und alle haben staendig angerufen. Immer wieder klingelte das Telefon... "Hey, it's Obama for you! Oh, and Hillary and Kucinich left messages."

Nachdem wir uns hundertmal haben bitten lassen, sind wir grossmuetig Hillarys und Obamas Einladungen gefolgt, einer ihrer Reden beizuwohnen. Obama hat mich schwer beeinruckt. Diese sprachliche Eleganz und dieses ueberwaeltigende Charisma ziehen einen sofort in den Bann. Change we can believe in? Ja, hier, ich auch!!!

Und dabei war ich als Politikverdrossene anfaenglich viel mehr von der absoluten Hingabe der Obama-Enthusiasten erstaunt. Und von der Tatsache, dass ich in einem echten amerikanischen highschool gymnasium stand (jaja, ich der Touri... Das ist ja wie im Fernseeehen!!!).
Hillarys Auftritt war dagegen eher lau. Lange hat sie auf sich warten lassen - und wir standen erwartungsvoll, aber eingequetscht wie die Oelsardinen. Und mit Hillary kamen Bill, Chelsea und Madeleine Albright (schon mit Zettel am Fuss, by the look of it...). Bill hat Witze gerissen und Hillary hat Platitueden geschwafelt - sehr zur Freude ihrer zahlreichen Fans (durchgehend weiss, weiblich, ueber 50). Ich war enttaeuscht.

Was macht man sonst noch in Iowa? Na klar, einen Road Trip zum zukuenftigen Geburtsort
des allseits beliebten Captain James T. Kirk.Gene Roddenberry hat wohl mal verlauten lassen, dass Captain Kirk in "einer Kleinstadt in Iowa geboren wurde". Und das 900-Seelen Staedtchen Riverside hat meinen Lieblingscaptain sofort als den beruehmtesten "Nachfahren" adoptiert. Hin! Sofort hin! Auf eine haushohe Raumschiff Enterpise Replika hoffend, bin ich kurz nach unserer Ankunft in Riverside lachend in den Schnee gefallen. Aber, man hoere und staune, der Grundstein fuer Kirks Haus ist schon gelegt, und der Pooltable unter dem er gezeugt werden wird, steht auch schon. Na denn mal frohes Schaffen!

Und was schaut man sich in Boston an? Natuerlich Harvard. Auch wenn Harvard gar nicht wirklich in Boston ist, sondern in Cambridge. Cambridge? Wie jetzt? Das war doch unlaengst noch bei mir auf der ollen Insel?! Und mit ganz eigener Eliteuni...! Aber man kennt das ja. Amerika, dieses pubertaere Land mit seinem unersaettlichen Geschichtsdrang, versucht ja schon seit Jahrhunderten, durch die Nutzung europaeischer Namen an Substanz zu gewinnen... .

In Lincoln gab's das schoenste State Capitol Building, meinen ersten richtigen Burger und viele, viele Lemonade und Kaffee Refills! Ausserdem gab's Pancakes "with a side of bacon." Letzteres war sehr gewoehnugsbeduerftig.
In Providence hatte ich meinen ersten Blizzard. So heisst der Vorgaenger des McFlurry von Dairy Queen. One Chocolate Chip Cookie Dough Blizzard and you are in heaven!


